Kredit- und Scheckkarten geraten immer mehr ins Visier von Kriminellen. Der Schaden, der dadurch entsteht, hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Das hat das Bundeskriminalamt auf seiner Jahres-Pressekonferenz mitgeteilt.
Stand: 28.03.2008
Ein bisschen Kleingeld in der Tasche kann nie schaden – aber es ist zugegebenermaßen schon sehr bequem mit Karte zu zahlen. Und Geld holen wir mittlerweile fast nur noch mit Karte am Automaten. Leider tauchen immer mehr Fälle auf, in denen Betrüger Kartendaten ausspionieren und damit auf unsere Kosten einkaufen gehen. Die Betrüger manipulieren Geldautomaten, kommen so an die Kartendaten und die Geheimzahl – und haben mit dieser Masche allein in Deutschland 70 000 Datensätze erbeutet. Im vergangenen Jahr sind um 50 Prozent mehr Geldautomaten manipuliert worden, insgesamt weiß das BKA von 1.349 Fällen. Entstanden ist ein Schaden von 21 Millionen Euro.Und bei den Geldautomaten bleibt es leider nicht. Laut BKA ist das so genannte Skimming auf dem Vormarsch, das heißt, dass auch die Bezahlterminals im Laden direkt an der Kasse manipuliert werden. Zwischen dem Datenklau und dem Einsatz der gefälschten Geldkarten im Ausland vergehen dann manchmal nur ein paar Stunden. Die Täter kommen vor allem aus Bulgarien und Rumänien.